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Hallo liebe Freunde, Besucher und Sympathisanten des Kültür Kaffees,
nachdem es nun auch in der Presse zu lesen war, auch von hier aus noch ein Aufruf:
Das Kültür Kaffee in der Friedrich-Engels-Straße 25 hat nach mehr als zwei Jahren zum Jahresende keine Räumlichkeiten mehr. Der Vorstand des Trägervereins Splirtz Brandenburg e.V. und seine Gäste suchen händeringend nach neuen (bezahlbaren) Räumlichkeiten in Königs Wusterhausen. Jeder Hinweis, jede Hilfe ist willkommen.
Hinweise können im Kültür Kaffee oder per Mail abgegeben werden. Nachdem unser Gästebuch unter Beschuß durch Hacker geriet, mußten wir es kurzerhand löschen, da es so auch niemand nutzen konnte. Dieses Problem wurde nun gelöst, so dass Hinweise auch im Gästebuch abgegeben werden können.
Vielen Dank!
Der Splirtz Brandenburg
Artikel aus der Märkischen Allgemeinen:
29.11.2006 / Dahme-Spreewald
FRANK PECHHOLD
[K
ÖNIGS WUSTERHAUSEN] Vor der Schließung steht das alternative "Kültür
Kaffee" in Königs Wusterhausen. Zum Jahresende wurde der Mietvertrag
aus nachvollziehbaren Gründen gekündigt. Nun suchen Trägerverein
"Splirtz" und Stadt neue Räume.
"Eigentlich war das hier nur als
Büro gedacht", so Vorstandsmitglied Ralph Müller (43). Vor gut
zweieinhalb Jahren bezog "Splirtz" als Nachmieter des Vereins "Holon"
die Kellerräume der Villa in der Friedrich-Engels-Straße 25. Aber
schnell entwickelte sich das Büro zum beliebten, von Jugendlichen
selbst verwalteten Treff. Hier lasen Gymnasiasten vor, fanden
Kickerturniere statt, traten Bands auf. "Wir waren auch immer offen für
andere Gruppen", so Marco Stumpf (19). Beispielsweise stand das "Kültür
Kaffee" den Organisatoren des Musikfestivals "Le monde est à nous",
Mitgliedern der Antifa, Schülerzeitungsredakteuren des
Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums und für private Feiern offen. "Manchmal
saßen bei schönem Wetter fast hundert Leute auf dem Hof", sagt Ralph
Müller. Das konnte auf die Dauer nicht gut gehen. Schließlich befindet
sich ganz in der Nähe das Hotel "Brandenburg". Wobei die
Hotel-Inhaberin sehr tolerant gewesen sei, so Müller: "Mit ihr konnte
man immer über Probleme reden. Die hat nicht gleich die Polizei
geholt." Aber eines Tages hätten Hotelgäste und andere Nachbarn "den
Punkrock einfach nicht mehr ausgehalten. Da mussten wir unseren Gästen
sagen, dass draußen sitzen nicht mehr geht."
Von da ab spielte
sich das Klubleben nur noch drinnen ab. Laute Musik und Zigarettenrauch
drangen in die über dem Treff gelegenen Gewerberäume. "Das war leider
so", sagt Müller. Deshalb akzeptiere er die Kündigung.
Mittlerweile machten junge Leute beim Bürgermeister auf das Problem
aufmerksam. Weiter suchen sie nach neuen Räumen. Aber sowohl das
einstige Konsum-Möbelhaus in der Scheederstraße als auch die ehemalige
Tourismusbaracke am Nottekanal sind leider nicht zu haben. Trotzdem
hofft Ralph Müller, dass sich ein privater Vermieter findet. "Eine
monatliche Miete von 500 bis 600 Euro könnten wir schon stemmen", meint
Marco Stumpf. Er vertraut auf einen ehrenamtlichen "Kültür Kaffee"-Kern
von 15 bis 20 Leuten. Stumpf: "Die würden sich schief und krumm
verbiegen, um einen neuen Treff einzurichten."
Die Kommune
unterstütze die jungen Leute bei der Suche nach neuen Räumen, sagt
Rathaus-Sprecher Sven Kollmorgen. Ein Verein wie "Splirtz" gehöre
einfach in die Stadt, "bei dem was er bisher alles auf die Beine
gestellt hat."
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